In diesem Artikel erfährst du, wie laut ein guter Waschtrockner tatsächlich ist. Du lernst, welche Messwerte relevant sind. Du erkennst die typischen Dezibelbereiche für Waschen und Schleudern. Du bekommst klare Kaufkriterien, mit denen du Geräuschquellen vergleichst. Dazu gehören Motorart, Trommellagerung und Bauweise. Außerdem nennen wir einfache Wartungstipps, die Lärm reduzieren. Am Ende bekommst du eine praktische Entscheidungshilfe. Sie hilft dir, ein Modell zu finden, das zu deinem Wohnraum passt. So sparst du Zeit beim Vergleichen. Und so findest du eine Maschine, die leise genug für deine Bedürfnisse ist.
Typische Dezibelwerte und Vergleich
Wenn du den Geräuschpegel eines Waschtrockners einschätzen willst, hilft ein Blick auf typische dB‑Werte. Verschiedene Betriebszustände erzeugen unterschiedliche Lautstärken. Während des Waschens ist der Motor und das Trommelgeräusch dominant. Beim Schleudern steigt der Pegel deutlich, weil hohe Drehzahlen entstehen. Beim Trocknen kommen Lüfter und Heizteile hinzu. Dezibel sind eine logarithmische Einheit. Kleine Unterschiede können hörbar sein. Mit realistischen Zahlen lässt sich besser entscheiden, ob ein Gerät für deine Wohnung geeignet ist.
| Betriebszustand | Typischer Bereich ruhiger Geräte (dB) | Guter Referenzwert (dB) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Waschen (Trommelbewegung, Pumpe) | 45–55 | 48 | Leiser Motor und gute Lagerung reduzieren Geräusche. |
| Schleudern (hohe Drehzahl) | 70–78 | 72 | Vibrationen übertragen sich auf den Boden. Entkopplung hilft. |
| Trocknen (Lüfter, Heizsystem) | 50–60 | 55 | Wärmepumpenmodelle sind meist leiser als konventionelle Heizelemente. |
Die Tabelle zeigt, dass Schleudern die lauteste Phase ist. Wenn du in einem offenen Wohnraum lebst, sind Unterschiede von wenigen dB spürbar. Achte bei der Auswahl auf die Werte für Wasch- und Schleuderlautstärke sowie auf Maßnahmen zur Entkopplung.
Worum es beim Geräuschpegel geht
Geräusche von Waschtrocknern wirken oft stärker als die reinen Zahlen vermuten lassen. Das liegt an der Art, wie unser Gehör Schall wahrnimmt. Hier bekommst du die Grundlagen, damit du Herstellerangaben richtig einschätzt. Die Erklärungen sind so aufgebaut, dass sie auch ohne technischen Hintergrund verständlich sind.
Dezibel-Skala kurz erklärt
Dezibel, abgekürzt dB, messen die Lautstärke. Es handelt sich um eine logarithmische Skala. Das bedeutet: Ein Anstieg um 10 dB wird etwa als doppelt so laut empfunden. 40 dB entspricht in etwa einer ruhigen Bibliothek. 60 dB liegt im Bereich normaler Gespräche. 70 dB ist vergleichbar mit einem Staubsauger in Zimmernähe. Kleine Unterschiede von 2 bis 3 dB sind oft kaum wahrnehmbar. Größere Differenzen sind deutlich hörbar.
Messbedingungen
Messwerte hängen stark von den Prüfbedingungen ab. Übliche Messpunkte sind ein Abstand von einem Meter oder Messung als Schallleistungspegel nach EN/IEC-Normen. Hersteller messen oft nach geltenden EN- oder IEC-Normen, damit Werte vergleichbar sind. Achte auf Angaben, ob gemessen wurde bei Leerlauf oder mit Beladung. Ein leerer Trommelbetrieb klingt anders als voll beladen. Auch Raumgröße, Wandreflexionen und Bodenart beeinflussen die Messung.
Hauptquellen des Lärms
Motor und Antrieb erzeugen Dauergeräusche. Die Trommel verursacht Reibungs- und Lagergeräusche. Die Wasserpumpe macht oft hörbare Klicks oder Brummen. Beim Schleudern sind Vibrationen und Unwuchten die lauten Faktoren. Beim Trocknen kommen Lüfter und Heiztechnik hinzu. Jede Quelle hat ein eigenes Klangbild.
Wie der Gerätebau die Lautstärke beeinflusst
Gute Geräte nutzen mehrere Maßnahmen gegen Lärm. Dazu zählen bürstenlose Motoren mit gleichmäßigem Lauf. Gute Lager und eine stabile Trommelaufhängung reduzieren Reibungs- und Vibrationston. Dämmmaterial im Gehäuse schluckt Luftschall. Entkopplungsfüße verhindern, dass Vibrationen in den Boden übertragen werden. Wärmepumpentrockner arbeiten in vielen Fällen leiser als einfache heizelementbasierte Systeme.
Mit diesem Hintergrundwissen kannst du Herstellerangaben besser beurteilen. Achte bei Vergleichen auf die Messbedingungen und auf die einzelnen Lärmquellen. So findest du ein Gerät, das zu deiner Wohnsituation passt.
Kauf-Checkliste für leisen Betrieb
- Prüfe die angegebenen dB‑Werte für Waschen, Schleudern und Trocknen. Achte darauf, ob die Werte bei Beladung gemessen wurden und ob eine Normangabe wie EN/IEC genannt wird.
- Suche nach niedrigen Orientierungswerten. Gute Richtwerte sind etwa ≤50 dB beim Waschen, ≤75 dB beim Schleudern und ≤60 dB beim Trocknen.
- Bevorzuge Geräte mit bürstenlosem Motor oder Invertertechnik. Solche Motoren laufen gleichmäßiger und erzeugen weniger Brumm- und Laufgeräusche.
- Achte auf Anti‑Vibrations‑Füße oder eine entkoppelte Aufhängung. Sie verhindern die Übertragung von Vibrationen auf den Boden und reduzieren Trittschall deutlich.
- Berücksichtige Trommelgröße und Beladungskapazität. Eine passend dimensionierte Trommel läuft ruhiger als eine ständig überladene Trommel und die Trocknungsleistung bleibt stabil.
- Wähle nach Möglichkeit ein Modell mit Wärmepumpen‑Trockner oder leisem Lüfterdesign. Wärmepumpen sind oft leiser und sparsamer als einfache Heizelementsysteme.
- Plane den Aufstellort sorgfältig. Stell das Gerät auf einen ebenen, festen Boden und halte Abstand zu Schlafzimmern. Eine Gummimatte reduziert zusätzlich Vibrationen.
- Prüfe Garantie und Service für Motor und Lager. Lange oder erweiterte Garantien und ein gut erreichbarer Kundendienst sparen Ärger, falls es später zu Laufgeräuschen kommt.
Häufige Fragen zum Geräuschpegel
Wie laut ist ein guter Waschtrockner?
Ein guter Waschtrockner liegt beim Waschen meist um etwa 45–50 dB. Beim Schleudern steigt der Pegel deutlich an und liegt oft bei rund 70–75 dB. Beim Trocknen sind Werte um 50–60 dB typisch. Welcher Wert für dich akzeptabel ist, hängt vom Aufstellort ab.
Wie werden dB‑Werte gemessen?
dB‑Werte können als Schalldruck an einem Abstand oder als Schallleistungspegel angegeben werden. Hersteller messen nach EN/ISO‑Normen, damit Werte vergleichbar sind. Achte auf Angaben, ob die Messung bei beladener Trommel erfolgte. Raumgröße und Boden beeinflussen die gemessene Lautstärke.
Kann ich Lärm durch die Aufstellung reduzieren?
Ja, die Aufstellung hat großen Einfluss. Ein ebener, fester Boden und Anti‑Vibrations‑Füße reduzieren Trittschall deutlich. Eine Gummimatte oder Abstand zu Schlafräumen hilft ebenfalls. Vermeide enge Nischen, die Schall reflektieren können.
Sind leise Modelle teurer?
Oft ja, denn leisere Geräte nutzen hochwertigere Motoren, Dämmung und Lagerung. Trotzdem gibt es leise Modelle in verschiedenen Preisklassen. Für viele Haushalte lohnt sich die Investition wegen Komfort und weniger Konflikten mit Nachbarn.
Wann deuten Geräusche auf einen Defekt hin?
Ungewöhnliches Schleifen, Knirschen oder ein plötzliches lauteres Dröhnen sind Warnzeichen. Prüfe zuerst auf Fremdkörper in der Trommel und ob die Maschine eben steht. Hält das Problem an, sollten Lager oder Pumpen vom Kundendienst geprüft werden. Ignoriere laute Anzeichen nicht, sonst können Folgeschäden entstehen.
Wer profitiert von einem besonders leisen Waschtrockner?
Wohnungsmieter
Als Mieter bist du oft nahe bei Nachbarn. Ein leiser Waschtrockner reduziert Konflikte und sorgt für Rücksicht. Priorität: dB‑Werte sind wichtiger als maximale Trommelgröße. Achte auf Herstellerangaben für Waschen und Schleudern und auf Entkopplungsfüße.
Familien mit Kindern
In Familien ist der Betrieb oft flexibel verteilt. Leise Maschinen stören beim Spielen oder beim Mittagschlaf weniger. Priorität: gute Kombination aus Lautstärke und Kapazität. Wähle eine ausreichend große Trommel, die dennoch niedrige Betriebsgeräusche bietet.
Schichtarbeiter und Nachtschicht
Wenn du zu ungewöhnlichen Zeiten wäschst, ist Ruhe entscheidend. Ein leiser Betrieb schützt deinen Schlaf und den deiner Mitbewohner. Priorität: sehr niedrige Schleuderlautstärke und gedämmte Bauweise. Werte um oder unter 72 dB beim Schleudern sind vorteilhaft.
Menschen mit Lärmsensibilität
Bei hoher Sensibilität machen schon kleine Geräuschunterschiede viel aus. Achte auf bürstenlose Motoren, gute Dämmung und niedrige dB‑Angaben in allen Betriebszuständen. Priorität: tiefe dB‑Werte vor Extrafunktionen.
Haushalte mit offenem Wohnkonzept
In offenen Räumen überträgt sich jeder Ton stärker. Ein leiser Waschtrockner erhöht den Wohnkomfort erheblich. Priorität: Dämmung, geringe Vibrationsübertragung und niedrige Werte beim Trocknen. Prüfe zusätzliche Dämmmaßnahmen im Aufstellraum.
Budgetkäufer
Leise Modelle müssen nicht immer teuer sein. Suche nach Geräten mit guten Motoren und solider Aufhängung in der mittleren Preisklasse. Priorität: vernünftiges Verhältnis von Preis, dB‑Wert und Zuverlässigkeit. Längere Garantien bringen zusätzliche Sicherheit.
Entscheidungshilfe: So wählst du leisen Waschtrockner
Leitfragen
Wie laut darf das Gerät in deinen Räumen sein? Überlege, ob die Maschine in einem Schlafzimmernahen Bereich steht. Werte um 45–50 dB beim Waschen und unter 75 dB beim Schleudern sind gute Orientierungswerte für Wohnräume.
Wie oft und zu welchen Zeiten wäschst du? Wenn du nachts wäschst, ist die Schleuderlautstärke entscheidend. Für gelegentliches Waschen ist eine moderate Lautstärke oft ausreichend.
Brauchst du mehr Kapazität oder maximale Ruhe? Priorisiere Kapazität, wenn du viele Haushaltsmitglieder hast. Priorisiere niedrigen dB‑Wert bei hoher Lärmsensibilität oder offenem Wohnkonzept.
Unsicherheiten und Abwägungen
Herstellerangaben folgen Normen. Sie spiegeln nicht immer die Situation in deinem Zuhause wider. Raumgröße, Boden und Nischen verändern das Empfinden. Kleine Unterschiede in den dB‑Angaben werden vom Ohr unterschiedlich wahrgenommen.
Praktische Empfehlungen
Wenn möglich teste ein Modell im Laden oder im Ausstellungsraum. Messe nach der Installation mit einem einfachen dB‑Meter oder einer App den Pegel an deinem Hauptaufstellort. Nutze Anti‑Vibrations‑Füße und eine ebene Fläche. Achte auf Garantie und Kundendienst für Lager und Motor.
Fazit
Für Wohnungsmieter und Menschen mit Lärmsensibilität ist ein besonders leiser Waschtrockner empfehlenswert. Familien sollten ein ausgewogenes Modell mit mittlerer Lautstärke und großer Trommel wählen. Schichtarbeiter brauchen vor allem eine niedrige Schleuderlautstärke. Testen und Messen vor Ort reduziert Fehlkäufe.
Pflege und Wartung für geringen Geräuschpegel
Trommel ausrichten und Maschine nivellieren
Prüfe regelmäßig, ob die Maschine stabil steht und nicht wackelt. Stelle die Füße nach, bis das Gerät eben steht. Eine korrekt ausgerichtete Trommel reduziert Vibrationen deutlich.
Flusenfilter und Ablauf prüfen
Reinige den Flusenfilter nach jedem Waschgang oder laut Herstellerangabe. Verstopfte Filter und eine verschmutzte Pumpe führen zu Brummen und deutlich höherem Geräuschpegel. Kontrolliere zusätzlich die Ablauföffnung auf Fremdkörper.
Stoßdämpfer und Lager kontrollieren
Achte auf Klopf‑ oder Schleifgeräusche beim Schleudern. Diese deuten oft auf verschlissene Stoßdämpfer oder Lager hin. Lass solche Probleme zeitnah vom Fachbetrieb prüfen, um Folgeschäden zu vermeiden.
Beladung richtig vornehmen
Verteile Wäsche gleichmäßig in der Trommel und vermeide Überladung. Zu kleine oder unausgewogene Ladungen führen zu Unwucht und lauten Vibrationen. Nutze passende Programme für empfindliche oder schwere Textilien.
Anti‑Vibrations‑Maßnahmen am Aufstellort
Stelle das Gerät auf einen festen, ebenen Boden und halte Abstand zu Möbeln. Eine Anti‑Vibrations‑Matte oder gummierte Füße dämpfen Trittschall effektiv. Vermeide Nischen, die Schall verstärken.
Regelmäßiger Service und bei ungewöhnlichen Geräuschen
Folge den Wartungsempfehlungen des Herstellers und lass bei anhaltenden, ungewöhnlichen Geräuschen einen Kundendienst prüfen. Kontrolle von Schläuchen, Dichtungen und Motorlager verlängert die Lebensdauer. So bleibt der Geräuschpegel langfristig niedrig.
